Pilze : Das verborgene Königreich des Lebens
Sep 03, 2025
Pilze – eine faszinierende Lebensform – wurden erst vor wenigen Jahrzehnten als eigenes Königreich anerkannt. Unsere Vorfahren hatten keine Möglichkeit, die Geheimnisse der Pilzwelt zu entschlüsseln.
Lange Zeit teilte man das Leben in drei große Kategorien ein: Pflanzen, Tiere und Menschen. Seit Darwin werden die Menschen als Tiere betrachtet, wodurch die Pilze in eine unklare Zwischenstellung gerieten.
Pilze: uns näher als den Pflanzen
Im Gegensatz zu Pflanzen betreiben Pilze keine Photosynthese. Sie müssen andere organische Stoffe aufnehmen, um zu wachsen – das macht sie den Tieren ähnlicher als den Pflanzen. Tatsächlich bilden Pilze ein eigenständiges Reich des Lebens, das sogar vor den Pflanzen entstanden ist.
Eine erstaunliche Vielfalt
Pilze sind weit mehr als die bekannten Fruchtkörper wie Champignons oder Steinpilze, die wir auf unseren Tellern finden. Schätzungen zufolge gibt es weltweit zwischen 2,2 und 3,8 Millionen Pilzarten, doch nur etwa 120.000 bis 150.000 wurden wissenschaftlich beschrieben.
Ein voneinander abhängiges Ökosystem
Ohne Pilze wäre der Wald nicht derselbe. Pflanzen nutzen das Kohlendioxid, das Pilze, Menschen und Tiere ausatmen, und geben durch die Photosynthese Sauerstoff ab, den auch die Pilze benötigen. So sind Bäume, Pflanzen und Pilze durch eine einzigartige gegenseitige Abhängigkeit verbunden.
Mykorrhiza: eine lebenswichtige symbiotische Beziehung
Die Mykorrhiza ist die Allianz zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen. Die Pilze liefern Nährstoffe und Wasser, während die Pflanzen ihnen Zucker aus der Photosynthese zur Verfügung stellen.
Fazit
Pilze spielen eine entscheidende Rolle in unseren Ökosystemen. Weder Pflanzen noch Tiere – sie nehmen eine einzigartige Stellung im Kreislauf des Lebens ein, die für die Gesundheit der Wälder und unser eigenes Überleben unerlässlich ist.